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Sea-Doo Spark Edelstahl oder Plastik Wear Ring?

Die Antwort ist ziemlich einfach.

Schaue dir zunächst den Aufbau des Propulsion Systems deines Sparks genau an. Was es von anderen Jetskis unterscheidet, ist die Segmentbauweise.


 

Das heißt, dass der Wear Ring (Bauteil 20) nicht wie bei anderen Jetskis wie eine Art Laufbuchse in ein Jetpump Gehäuse gesteckt und folglich stabil in dieses integriert wird, sondern ein eigenständiger, freistehender Teilabschnitt zwischen Sockel (Aufnahme) am Heckspiegel des Jets und Stator Gehäuse (Bauteil 10) ist. Der Wear Ring wird dort lediglich durch Kraft- und Formschluss zwischen Sockel und Stator in Position gehalten und je nach Präzision des Bauteils mehr oder weniger zentriert.

Eine weitere Besonderheit ist die, dass der Wear Ring des Sparks somit auch dem Pumpendruck standhalten muss. Also dem Wasserstaudruck im Inneren des Rings, der nach aussen wirkt, was sonst bei anderen Jets die komplette Pumpeneinheit übernimmt, wo der Wear Ring als Laufbuchse eingesetzt wird. Ein ähnliches Konzept finden wir lediglich noch bei Yamaha Waverunnern, hier wird der "Wear Ring" korrekt als "Impeller Housing/Gehäuse" beschrieben. Hier besteht das Gehäuse von Haus aus jedoch nicht aus Plastik, sondern Aluminium oder Edelstahl und manchmal auch aus beidem.

Um die Stabilität bei Kunststoff Wear Ringen für den Spark zu erhöhen und die Struktur zu versteifen, befinden sich deshalb auf der Aussenseite Rippen bzw. Lamellen. Bis zu einem bestimmten Punkt funktioniert das auch ganz gut im normalen Gebrauch. Statt darauf zu hoffen, kann man diese Baugruppe aber auch einfach verstärken und so ein Ausfallrisiko durch Materialermüdung minimieren, wenn man den Werkstoff tauscht und auf Edelstahl umsteigt.

Integriert man einen Edelstahl Wear Ring in sein Setup, so kann man alle Segmente  passgenau ineinander stecken. Kräfte für den Form- und Kraftschluss werden durch eine präzisere Montage folglich besser übertragen. Die gesamte Einheit gewinnt also an Stabilität. Das reduziert nicht nur Spiel und damit Schwingungen und Vibrationen, sondern auch Verschleiß. Wir empfehlen in dem Zusammenhang auch unsere verstärkte Jetpump Dichtung zu installieren.

Das Ausfallrisiko sinkt, weil der Edelstahl Wear Ring nicht einfach durch etwas höheren Pumpendruck bei einem Lastwechsel platzt, was bei Freeride und Freestyle Einsatz durch Sprünge und Landungen, als auch durch den einen oder anderen Trick relativ schnell passieren kann. Der Staudruck im Wear Ring steigt auch stark an, wenn man aus hoher Geschwindigkeit heraus abrupt vom Gas geht. Der Jet verzögert und schiebt in dem Fall durch das Momentum weiter nach vorne, dabei drückt es weiterhin hohe Mengen an Wasser in den Jetpump Tunnel, dieses wird jedoch aufgrund dessen, dass man abrupt vom Gas geht, nicht so schnell vom Impeller nach hinten durch die Jetpump ausgeschoben, sondern staut sich vor diesem. So entsteht hoher Druck auf den Wear Ring von innen als auch auf die Manschette durch die die Antriebswelle im Rumpf geführt wird. Früher hatter wir hiervor extra einen Stabilisator entwickelt, um dem so entstehenden Staudruck an der Manschette entgegen wirken zu können. Wie gesagt, der Staudruck der so im Inneren des Wear Rings auftritt, kann unter Umständen dazu führen, dass der Plastik Wear Ring nachgibt und bricht.

Wenn es um Langlebigkeit geht, hält der Werkstoff folglich deutlich länger als die Kunststoff Variante, so dass die etwas höheren Anschaffungskosten sich über die längere Nutzungsdauer ausgleichen. Plastik unterliegt auch einer natürlichen Alterung, wenn die Weichmacher mit der Zeit aus dem Kunststoff entweichen, wird dieser schnell brüchig. Das Problem hat man bei Edelstahl auch nicht. Gut bis es dazu kommt, wird der Wear Ring so oder so verschlissen sein, dass man ihn tauschen muss. Von daher ist das nur eine Anmerkung am Rande.

Davon abgesehen ist "Ruhe haben" unbezahlbar, wenn man sich mal keinen Kopf machen muss, dass etwas vorzeitig das Zeitliche segnet.

Wenn ich mir Steine einfahre, geht dann nicht der Impeller schneller kaputt?

Wenn man sich Steine durch die Jetpump jagt, spielt es meistens keine Rolle ob der Wear Ring aus Plastik oder Edelstahl ist. In beiden Fällen wird der Impeller mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigt, weil die Scherkräfte die auf die Flügel wirken schlicht zu hoch sind, so dass entweder Teile der Flügel ausbrechen oder umverformt werden. 

Was gegen Steine und andere Gegenstände hilft, die man vom Grund ansaugen könnte, ist ausreichend Wassertiefe einhalten.

Das ist das eigentliche Problem, was auch oftmals falsch vermittelt wird, dass Jetantriebe für Flachwasser geeignet sind, weil sie aufgrund ihres Antriebskonzepts weniger Tiefgang haben als zum Beispiel ein Z-Antrieb, ein ins Wasser ragendes Unterwasserteil eines Außenborders oder gar eine Wellenanlange unter dem Boot. Man darf hier jedoch nicht den Tiefgang des Bootskörpers mit der benötigten Wassertiefe für den operativen Einsatz des Jetantriebs verwechseln oder gar gleichsetzen, welche notwendig ist, um das Ansaugen von Fremdkörpern die am Grund liegen zu vermeiden.

Anhaltspunkte dazu findet man zumeist im Benutzerhandbuch seines Fahrzeuges, welche Wassertiefe mindestens benötigt wird, um dies zu vermeiden. Auch hier muss man vorsichtig sein, weil auch die Geschwindigkeit und Motordrehzahl eine Rolle spielt. Genauer, je schneller man unterwegs ist oder je höher die Drehzahl desto mehr Wasser wird auch angesogen. In anderen Worten wird auch der Sogeffekt stärker und die benötigte Wassertiefe wird folglich größer.

 

Lass uns noch ein Wort zur Umwelt sagen.

Ein Kunststoff Wear Ring (Verschleißring) der vom Impeller oder durch Partikel im Wasser abgeschabt wird, trägt folglich feine Kunststoffteilchen als auch Späne ab, die in unseren Gewässern landen und dort nicht abgebaut werden können. Es handelt sich somit um Mikroplastik welches wir vermeiden können, wenn wir etwas nachhaltigere Komponenten verwenden. Für uns ein klarer Grund Edelstahl zu verbauen.

Welche Entscheidung triffst Du?

Bist Du Team: "Plastik" oder "Edelstahl"?

Hier gehts zum: Solas Edelstahl Wear Ring.